Tagebuch

19Mai

Im Dienste als Söldner

Bereits am Sonntag- Morgen kehrte ich aus Moskau zurück, wo ich am Weltcup- Turnier im Einsatz stand. Aufgrund der Zeitverschiebung war ich bereits um etwa 9 Uhr wieder in der Schweiz. Mit meiner Leistung war ich, obwohl ich keinen Final erreichte, nicht komplett unglücklich. Sowohl am Pferd wie auch den Ringen turnte ich meine Übungen mit Kampf aber ohne Sturz durch. Ausgerechnet an diesen beiden Geräten war die Konkurrenz sehr stark und man hätte ohne zu Übertreiben auch von einem kleinen WM-Final sprechen können. Im Nachhinein war es schade, dass ich am Barren nicht antrat, da mir dort eine durchaus turnbare Note für einen Finaleinzug gereicht hätte.

Schon morgen geht es wieder weiter mit dem nächsten Einsatz. Ich wurde kurzfristig von einer französischen Mannschaft angefragt, ob ich am Freitag einen 6- Kampf im Rahmen der französischen Mannschaftsmeisterschaft für sie bestreiten könnte. Ich bin nun offiziell ein Mitglied von Schiltigheim, dass in der Nähe von Strasbourg liegt. Meine Mannschaft ist in der 2. Liga und strebt mit allen Mitteln den Aufstieg in die 1. Liga an. In Frankreich ist es gestattet beliebig viele Ausländer im Team zu haben, im Gegensatz zu der Schweiz, wo gar keine Ausländer erlaubt sind. So starte ich in einer Mannschaft, in der lediglich ein Franzose turnt und die anderen 5 Turner aus halb Europa kommen. Neben mir stehen 2 Rumänen, ein Tscheche und ein Österreicher auf dem Wettkampfplatz. Alle kenne ich von gemeinsamen Trainingslagern oder von Wettkämpfen her. Fabian Leimlehner, der Österreicher, ist eigentlich sogar Schweizer, aber startet seit einigen Jahren für unser Nachbarland. Ihn kenne ich natürlich schon aus unserer gemeinsamen Nachwuchskader- Zeit, die nun auch schon mindestens 12 Jahre zurück liegt. Er wird auch mit mir zusammen im Auto nach Albertville fahren, wo der Wettkampf im Olympia- Stadion von 92 ausgetragen wird.

Ich hoffe, dass ich meinen Beitrag in dieser starken Mannschaft leisten werde und wir den Aufstieg für Schiltigheim Tatsache werden lassen.

À bientôt und en liebe Gruess

Mark