Tagebuch
Ein Herbst im Zeichen der Teamwettkämpfe
Vor knapp 2 Wochen begann für mich mit den Schweizermannschaftsmeisterschaften ein happiges Programm. In Niederlenz turnte ich erstamls in meiner Karriere nicht für ein Aargauer-Team, sondern stand für Luzern 1 am Start, da ich seit anfangs Jahr im dort ansässigen Leistungscenter trainiere. Mein neues Team war der Titelverteidiger und dementsprechend hoch waren auch unsere Ziele. Mindestens eine Medaille, im Idealfall die Goldene, lautete die Devise.
Am Startgerät Boden beschränkte ich mich aufs Anfeuern meiner Kollegen, die einen meisterlichen Start hinlegten. Beim 2. Gerät, dem Pferdpauschen, stieg auch ich ins Rennen ein. Wenn zum Teil auch etwas holprig, gelang es uns immerhin Stürze zu vermeiden, was gerade am Pferd, dem Zittergerät, vorentscheidend sein kann. Ohne Probleme spulten wir unser Programm an den Ringen runter. Nach hervorragender Leistung am Sprung konnten wir erstmals im Wettkampf die Führung übernehmen. Der Kurs stimmte somit und wir waren durchaus in der Lage, die Position auch bis zum Schluss aus eigener Kraft zu verteidigen, wenn wir weiterhin so souverän turnen würden.
Doch genau dies konnten wir am Barren nicht bewerkstelligen. Mehrere Stürze und grobe Fehler banden uns zurück. Die abschliessend gute Reckleistung konnte den verturnten Barren auch nicht mehr kompensieren und wir fanden uns auf dem undankbaren 4. Rang wieder. Besonders ärgerlich waren die knappen Abstände. Um aufs Treppchen zu steigen, fehlte uns ein winziger Zehntelspunkt… Für den Sieg hätte ein Punkt mehr gereicht. 4 Teams innerhalb eines Punktes… ich kann mich nicht an eine solch knappe Entscheidung in einem Teamwettkampf während meiner Laufbahn erinnern.
Dass ich an den 5 Geräten, an denen ich im Einsatz stand, ohne Sturz und grobe Unsauberkeiten über die Runden kam, wäre somit eine durchaus respektable Leistung gewesen. In einem reinen Teamwettkampf zählt aber einzig und allein die Mannschaft und die eigene Leistung ist ein Puzzlestück davon und bot daher in diesem Fall nur wenig Trost.
Glücklicherweise blieb mir gar keine Zeit, mich zu grämen, denn bereits eine Woche später, also letzten Samstag, stand der nächste Wettkampf auf dem Programm. Um kurz auszuholen: Im Sommer wurde ich von mehreren deutschen Teams angefragt, ob ich an Bundesliga-Einsätzen interessiert wäre. (In Deutschland dürfen anders als in der Schweiz Ausländer eingesetzt werden, wovon viele Teams auch Gebrauch machen.) Ein wenig verblüfft und auch geehrt durch die Anfragen entschied ich mich, für den KTV Ries anzutreten. Die Mannschaft hat ihre Trainings-und Wettkampfhalle in Nördlingen, welches in Bayern liegt. Die KTV Ries ist seit bald einem Jahrzehnt eine feste Grösse in der 2. Bundesliga-Süd und verpasste letztes Jahr sogar den Aufstieg in die oberste Klasse nur knapp. Nach dem Start für Luzern sind somit die Bundesliga-Einsätze eine weitere Premiere für mich.
Da ich einige Kilometer hinter mich zu bringen hatte und auch mit meinen neuen Teamkollegen das Abschlusstraining bestreiten wollte, reiste ich bereits am Freitag an. Ein weiterer Vorteil meiner frühen Anreise war auch, dass mir der Modus ausführlich erklärt werden konnte. Anders als bei uns, starten 8 Mannschaften in der gleichen Liga. Geturnt wird nicht an einem einzigen Wettkampf, sondern immer nur 2 Mannschaften treten gegeneinander an. Da jede Mannschaft gegen jede andere Mannschaft turnt, gibt es somit 7 Wettkämpfe pro Jahr, welche alle im Herbst stattfinden.
Anders ist auch, wie bereits erwähnt, der Modus. Die 2 Mannschaften können pro Gerät je 4 Turner einsetzten, welche in einem Direktduell aufeinander treffen. Der Sieger erhält Scorerpunkte, welche sich aus dem Notenunterschied ergeben. Die Mannschaft, die nach 6 Geräten mehr Scorerpunkte hat, gewinnt. Es ist also durchaus möglich, dass man zwar, wenn man alle Noten zusammenzählt, ein tieferes Resultat hat, aber mehr Scorerpunkte gesammelt hat und dann gewonnen hat. Als Turner weiss man nie genau, wann man gegen wen man ans Gerät muss, da dies taktische ad-hoc Entscheide sind. Weiter erschwerend kommt dazu, dass man nicht vor jedem Gerät ein kleines Einturnen hat. Klingt ziemlich kompliziert, ist aber äusserst spannend, sowohl für die Turner, wie auch die Zuschauer.
Mein Einstand glückte mir sehr gut. Am letzten Gerät konnte unsere Mannschaft gegen Ulm den Spiess noch umdrehen und gewinnen. Bis auf Boden turnte ich sehr solide und konnte die Duelle immer für mich entscheiden. Nach dem Wettkampf wurde ich noch als Top-Scorer (meiste gemachte Punkte) ausgezeichnet, was mich besonders freute.
Bereits morgen geht es für den nächsten Einsatz wieder nach Nördlingen, wo ich nach dem Auswärts-Auftakt mein Debüt vor heimischem Publikum geben werde. Wir turnen gegen Monheim, was, wie man mich vorwarnte, der Erzrivale ist und im Schweizer-Fussball vom Derbycharakter vergleichbar mit FCZ-GC ist. Dass bei einer solchen Affiche die Halle ausverkauft ist, erklärt sich von selbst….
Nebst meinem eigenen Einsatz, werde ich natürlich auch die WM in Tokyo, die morgen beginnt, äusserst interessiert mitvervorfolgen und den Schweizern die Daumen drücken. Dass ich an diesem Sonntag-Morgen um 7 Uhr auf der Matte (nicht in der Turnhalle, sondern vor dem Fernseher oder Laptop) stehen werde, wenn unsere Mannschaft zur Quali antritt, ist für mich ein Muss, selbst wenn aus der Ferne zuschauen und mitfiebern die nervlich weitaus grössere Belastung ist, als selbst ans Gerät zu müssen. Immerhin geht es darum, dass die Schweizer unter die besten 16 kommen, um die Olympiachancen zu wahren, was mich allenfalls mittelbar auch betrifft…
Go KTV Ries, Hopp Schwiiz!!!
En liebe Gruess
Mark
Gedanken zur WM-Quali und SM in Bellinzona
Die Wettkämpfe
Sowohl am Donnerstag wie auch am Samstag war der Wettkampf von vielen Fehlern geprägt. An beiden Tagen stürzte ich am Boden und auch am Sprung. Bei den anderen Übungen kam ich ohne Sturz durch, ohne dabei zu brillieren. Dass ich am Donnerstag noch auf dem guten 4. Rang landete, lag nicht daran, dass ich besonders gut geturnt hätte, sondern viel mehr auch an meinen Mitstreitern, die ebenfalls Probleme bekundeten, oder keinen Mehrkampf turnten. Am Samstag wurde ich lediglich 12. Generell war es, bedingt durch die grosse Hitze und Luftfeuchtigkeit, eine sehr kräfteraubende Angelegenheit und vielleicht auch einer der Hauptgründe, dass viele Turner nicht die gewohnte und auch gewünschte Leistung ablieferten. Meinen einzigen Final hatte ich am Sonntag an den Ringen. Dass ich mich auf dem 4. Rang platzierte und am Minimalziel Podest um nicht mal einen Zehntel vorbeischrammte, passt wunderbar zu diesem Wochenende.
Ist es aller Mühen wert?
Natürlich stimmt mich solch ein Wochenende nachdenklich. Ich verpasste mein Ziel, mich für die WM zu qualifizieren, klar und kam überhaupt nicht auf Touren. Dies ist sehr ärgerlich, da die Konkurrenz alles andere als souverän auftrat und ich somit eine grosse Chance auf dem Silbertablett serviert bekam, nicht nur einen vorderen Platz an der Schweizermeisterschaft zu belegen, sondern mich eben auch für die WM ins Gespräch zu bringen. Hätte ich mit einer normalen Vorbereitung so deutlich an meinen Vorstellungen vorbei geturnt, hätte ich dies als unmissverständliches Zeichen sehen müssen, dass ich meinen eigenen turnerischen Ansprüchen nicht mehr genüge. Die logische Konsequenz wäre dann gewesen, einen Schlussstrich zu ziehen. Der hohe zeitliche Aufwand, all die Kraft und Energie und nicht zuletzt auch die finanzielle Belastung würden für mich durch ein Weitermachen nicht mehr gerechtfertigt sein. Aber eben, ich hatte quasi gar keine Vorbereitung (Krankheit) zu diesen Wettkämpfen. Ich turnte in den vergangenen Wochen pro Gerät gerade mal 4 Übungen. Aus Erfahrung weiss ich, dass ich mindestens 25, besser mehr, qualitativ gute Trainingsversuche benötige, um mit gutem Gewissen an einem wichtigen Anlass zu turnen und auch die notwendige Sicherheit zu verspüren. Schliesslich sind Wettkampfergebnisse meistens nicht mehr als ein Trainingsdurchschnitt, ausser wenn man ein extrem starker Wettkampftyp ist, eine Eigenschaft, die nur wenigen Athleten vergönnt ist.
Aufstehen, Staub abklopfen und weiter
Wenn ich nun diese Aspekte berücksichtige, komme ich zum Schluss, dass hier noch nicht Schluss sein kann, ohne mir selbst untreu zu werden. Ich drücke den Schweizer Turnern für Tokyo ganz fest die Daumen und hoffe, dass sie sich unter den besten 16 Nationen klassieren werden, was bedeuten würden, dass die Mannschaft für die Olympischen Spiele im Rennen bleibt und im Januar an den vorolympischen Testwettkämpfen um die verbleibenden 4 Mannschaftstickets kämpfen wird. Dies würde mir die Möglichlichkeit eröffnen, mich für diese Mannschaft im Dezember nochmals zu qualifizieren. Da ich diese Chance, was sowohl unsere Mannschaft wie auch mich selbst angeht, als durchaus realistisch einschätze, werde ich in den kommenden Wochen mit ungebrochener Motivation arbeiten. Wieder die schwierigen Übungen zu turnen und auch die nötige Konstanz im Training zu haben wird meine Mission sein. Es verbleiben dazu knapp 3 Monate, also genügend Zeit, um dies umzusetzten.
Weitere Wettkämpfe
Bereits mitte September stehen noch die Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaften auf dem Programm. Noch mit den alten Übungen werde ich diesen Wettkampf bestreiten. Im Oktober werde ich einige Einsätze in der 2. Deutschen Bundesliga haben, wo ich je nach Trainingsstand mein Programm inhaltlich bereits aufstocken werde. An diesen Wettkämpfen hoffe ich, möglichst viel Selbstvertrauen für die restliche Zeit zu tanken, um meine hohen Ambitionen auch zu erreichen.
Mark
Universiade Shenzhen
Bereits zu Beginn des Jahres war für mich klar, dass die Universiade, die in Shenzhen/ China ausgetragen wurde, mein erster grosser Höhepunkt dieser Wettkampfsaison sein sollte. Meines Erachtens ist es nicht nur einer der schönsten Wettkämpfe im ganzen Turnkalender, sondern sollte mir in diesem Jahr auch als perfekte Vorbereitung zu den WM-Qualis dienen. Im Frühling turnte ich aus mehreren Gründen bewusst nicht sehr viele Wettkämpfe. Erstens musste ich mich ein wenig an die veränderte Situation gewöhnen, welche nicht nur mein Training, sondern meinen ganzen Tagesablauf massiv veränderte. Zweitens brauchte ich Zeit, um einige Elemente wieder oder neu zu lernen und diese dann 3. auch in die Übungen zu integrieren. Und letztlich wusste ich auch, dass all die wichtigen Wettkämpfe übers ganze Jahr verteilt sein werden und wollte mein Pulver nicht schon zu Beginn verschiessen.
Dies war also die Ausgangslage. Das Umsetzen der neuen Inhalte in die Übungen gelang mir recht gut. Natürlich machte ich noch zu viele Fehler, war aber überzeugt, dass es mir im Sommer gelingen wird, auch noch die nötige Stabilität zu erreichen. Da ich während des Sommers, aufgrund der Semesterferien, auch nicht die Doppelbelastung mit Training und Uni hatte, konnte ich sowohl Trainingsqualität- als auch Quantität erhöhen und hatte wirklich das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Häufig war ich während dieser Zeit allerdings müder und erschöpfter als sonst. Hat wahrscheinlich damit zu tun, dass ich nicht mehr der Jüngste bin, war meine Erklärung. Anfangs Juli, also einen Monat vor der Abreise, bekam ich dann plötzlich auch noch Fieber. Als ich mich nach 3 Tagen nicht besser fühlte, sondern im Gegenteil mittlerweile an der 40 Grad-Fieber-Marke kratzte, ging ich notfallmässig ins Spital. Diagnose: Pfeiffersches Drüsenfieber, Mononukleose, Eppstein-Barrvirus sind all die vielen Namen die jenes Übel trägt, welches mich heimsuchte. Die Notfallärzte schlossen eine Teilnahme an der Univerisade dann auch gleich aus, da man im Normfall die ersten 6 Wochen komplettes Sportverbot hat. Trotz dieser ziemlich eindeutigen Diagnose wollte ich auch noch mit meinen ehemaligen Ärzten aus Magglingen Rücksprache halten und ihre Meinung dazu hören. Sie schlossen einen Wettkampf-Einsatz zu meiner Überraschung nicht kategorisch aus. Wahrscheinlich beflügelt durch diese positive Nachricht verbesserten sich meine Blutwerte täglich und auch das Fieber klang ab. Somit stand ich 10 Tage später wieder in der Halle, wohlwissend dass dies allerdings noch keine Garantie war, die Universiade (zu diesem Zeitpunkt noch 11 Tage bis zur Abreise) auch zu turnen. Ich musste erst herausfinden, ob ich nach dieser Pause und mit dem geschwächten Körper überhaupt irgendetwas turnen kann, ob ich nicht gleich einen Rückfall erleide und wohl das Gefährlichste und Schwierigste: ich musste aufgrund der bei dieser Krankheit typischerweise geschwollenen Organe Stürze vermeiden, um nicht plötzlich einen Milzriss oder sonst was in der Art zu erleiden.
Als ich 11 Tage später zur Abreise am Flughafen bereit stand, war meine Erleichterung gross. Natürlich änderte sich meine persönliche Zielstellung bedingt durch diese Vorgeschichte komplett. Ich turnte wesentlich einfachere Übungen, da die Zeit zu knapp und auch mein Körper noch nicht bereit waren, um die grossen Schwierigkeiten zu turnen. Ich freute mich einfach, nochmals einen solch schönen Wettkampf turnen zu können und Finalqualifikationen wurden sekundär. Dass ich in unserem Team mit Kevin Rossi und Phillipp Friedli, 2 jungen sympathischen Turnern, und vor allem mit Dennis Mannhart und Roli Häuptli, beides sehr gute Kollegen und ehemalige Leidensgenossen aus gemeinsamer Nationalkaderzeit, auf Punktejagd ging, war zusätzliche Motivation.
Die Geschichte des Wettkampfs ist nicht besonders spannend. Viele Nationen reisten in Topbesetzung an und so hatten wir Amateure nicht wirklich Chancen, um einen vorderen Teamplatz oder Einzelfinals mitzukämpfen. Auch wenn ich am Sprung einen Sturz hatte und auch die anderen Übungen nicht gerade vor Souveränität strotzten, musste ich mit meiner Leistung zufrieden sein. Viel fehlte trotz meiner mässigen Darbietung nicht, und ich wäre ins Mehrkampffinal gekommen. Wenn man ein solch ehrgeiziger Turner ist, wie ich einer bin, ist es umso schwieriger dies hinzunehmen, nicht enttäuscht zu sein oder ein wenig mit dem Schicksal zu hadern. Aber eben, ich musste zufrieden sein, dass ich überhaupt turnen konnte.
Was sicher dabei half, war das beeindruckende, zum Teil schon fast beängstigende Ausmass, das die Chinesen diesem Anlass gaben. Die beiden anderen Universiaden, an denen ich turnte,waren in meinen Augen schon sehr gross, aber hier in Shenzhen wurde das ganze nochmals um ein Vielfaches überboten. In den 5 verbleibenden Tagen, die mir nach dem Wettkampf bis zur Heimreise noch blieben,versuchte ich nebst dem täglichen Training im Fitnessraum, soviele Eindrücke wie möglich zu sammeln. So besuchte unsere Turnergruppe möglichst viele Wettkämpfe der anderen Athleten der Schweizer Delegation, um diese lautstark anzufeuern und natürlich liessen wir es uns auch nicht nehmen, einige kulinarische Experimente zu wagen oder auch die eine oder andere chinesische Bar unsicher zu machen.
Zurück in der Schweiz stieg ich natürlich sofort wieder ins Trainig ein. Es folgen innert kürzester Zeit einige wichtige Wettkämpfe, an denen ich turnen werde. Da ich mich von Tag zu Tag besser und fitter fühle, bin ich recht optimistisch, dass gegenüber der Universiade eine deutliche Leistungssteigerung möglich ist, auch wenn ich nach wie vor meine einfachen Übungen turnen werde.
En liebe Gruess
Mark
Lang ist’s her
Schon viel zu lange habe ich nun keinen Bericht mehr geschrieben. Viel ist passiert und alles nochmals durchzukauen, würde einerseits einen ziemlich langen Bericht geben, den ich keinem Leser zumuten möchte und anderseits macht es für mich auch keinen Sinn, dass ich mich mit Vergangenem zu stark herumschlage. Deshalb werd ich in meinem nächsten Beitrag gleich mit dem aktuellen Geschehen einsteigen. Ich habe vor, in naher Zukunft meine Web-Seite ein wenig umzugestalten und werde dort sicher einige Medienmitteilungen veröffentlichen, die einen Überblick geben sollen, was in der langen Zeit, in der ich nichts geschrieben habe, so passiert ist.
Ich gelobe Besserung und wünsche viel Spass beim Lesen.
Mark
Schwarzes Wochenende vergessen und weiter
Der letzte Freitag war nicht nur der Start zur Wettkampf- Saison, sondern gleichzeitig auch der Auftakt zu einem happigen Wochenende mit 3 Wettkämpfen in 3 Tagen. Gleich am Startgerät Sprung musste ich einen Sturz in Kauf nehmen, kam danach aber gut in den Wettkampf und konnte den Rest ohne weitere grössere Fehler abspulen. In der Endabrechnung belegte ich den 3. Rang und wusste, dass noch an vielen Orten Punkte zu holen sind, falls es mir gelingt auch die kleinen Fehler zu vermeiden. Der eigentliche Haupt-Event waren die Schweizermeisterschaften vom Samstag. Obwohl ich den 6- Kampf des vergangenen Abend noch in den Knochen spürte, fühlte ich mich bereit und war motiviert, dass Resultat des Vortags Punkte- und Rangmässig noch zu übertreffen. Ich startete am Boden, wo ich im 1. Wettkampf die höchste Wertung aller Teilnehmer erhielt. Die Übung gelang mir auch an diesem Tag ziemlich gut, bis zur Schlussbahn, wo ich beim Doppelsalto vorwärts ein wenig verhalten anlief und dann stürzte. Pferd, Ringe und Sprung, die folgten, gelangen mir allesamt besser als noch am Abend vorher. Da die Kampfrichter strenger taxierten als am Vortag, schlug sich diese Steigerung nicht unbedingt in den Noten nieder, aber es gelang mir bis zum Barren, den Anschluss an die Spitze herzustellen.
Was dann am Barren passierte, habe ich offen gestanden in meiner Karriere noch selten erlebt, vor allem nicht bei einem Wettkampf, für welchen ich gut vorbereitet war. Mitte Übung war die ganze Kraft wie weggeblasen und ich hatte bei jedem weiteren Element grösste Probleme mich noch irgendwie an den beiden Holmen zu halten. Die Quittung war eine 12.1, was 2.5 Punkte unter der Wertung lag, die ich noch am Vortag erzielte. Jegliche Medaillenchancen waren somit dahin und ich hoffte eigentlich nur noch, zum Abschluss beim Reck ohne weiteres Desaster durchzukommen. Ohne sichtbare Schwierigkeiten für die Zuschauer und Kampfrichter, aber selbst bei jedem Griff mit dem “Hammermann” kämpfend, turnte ich die Übung. Dass ich zum Schluss 6. wurde, war mir eigentlich egal. Ich wollte mindestens auf dem Podest stehen, was mir nicht gelang.
Am Sonntag standen dann noch die Finals auf dem Programm, wo ich am Pferd, den Ringen und am Sprung im Einsatz war. Im Gegensatz zum Samstag spürte ich jeden Muskel an meinem Körper und fühlte mich kein bisschen besser als am Vorabend zu Wettkampfende. Die Leistung, die dann folgte reihte sich auch nahtlos an die Barrenvorstellung des Vortags an. 2 Mal Sturz am Pferd und Sturz beim 1. Sprung… Es gelang mir nicht einmal meinen Ringetitel zu verteidigen, den ich die vergangenen Jahre quasi gepachtet hatte. Was von diesem Wochenende blieb, war ein 3. Rang an den Ringen und diese Woche in jedem Trainig eine hartnäckige Müdigkeit. Immerhin war ich nicht der Einzige, dem diese Tage zu setzten, denn auch meine Trainingskollegen hatten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.
Trotz dieser eher dürftigen Leistung stehe ich im WM- Aufgebot der Schweiz und wir werden bereits heute nach Schaffhausen reisen, wo wir morgen einen Länderkampf gegen Deutschland und Rumänien turnen. Gestern konnte ich mich während des trainingsfreien Nachmittags gut erholen und fühle mich nun auch wieder körperlich und geistig ganz gut. Ich werde für die Mannschaft an 5 Geräten im Einsatz stehen ( kein Reck) und werde alles daran setzten, dem Team möglichst viele hohe Wertungen zu liefern, so dass unsere Hauptprobe so gut wie möglich verläuft. Dieser Wettkampf kommt mir auch sehr gelegen, um nochmals zeigen zu können, was ich eigentlich kann und dann mit einem guten Gefühl die letzte Etappe der WM- Vorbereitung in Angriff zu nehmen.
En liebe Gruess
Mark
Knallhartes Wochenende zum Start
Nach einem wettkampffreien Sommer beginnt nun endlich die Herbstsaison. Am kommenden Wochenende finden in Egg/ Zürich die Schweizermeisterschaften der Elite statt. Am Samstag wird der Titel des besten Mehrkämpfers vergeben. Gleichzeitig dient der Wettkampf auch als Qualifikation für die Gerätefinals vom Sonntag, wo sich die besten 6 Turner an jedem der 6 Geräte nochmals messen werden. Bereits am Freitag wird ebenfalls in Egg ein Qualifikationswettkampf für die Weltmeisterschaften in Rotterdam ausgetragen, die dann mitte Oktober auf dem Programm stehen und den Höhepunkt der diesjährigen Saison darstellen.
Ich habe somit ab Freitag ein ziemlich volles Programm. Da ich vollkommen einsatzfähig bin und nicht von einer Verletzung geplagt werde, turne ich sicher am Freitag und Samstag einen kompletten 6-Kampf und hoffe natürlich auch am Sonntag in möglichst vielen Finals vertreten zu sein. Bis jetzt hatte ich eine sehr gute Vorbereitung und konnte das ganze Programm seit den Sommerferien, die ich im Juni genoss, absolvieren. Mit 2 Trainigslagern in Tenero und Paris kam ich recht schnell wieder in Schwung und konnte auch danach täglich weiter konzentriert an dem Formaufbau zur WM hin arbeiten. Da ich auch den ganzen Sommer durch an der Uni Ferien hatte, konnte ich auch ohne die teilweise harte Doppelbelastung von Studium und Sport trainieren. Trotzdem freue ich mich darauf, dass es auch an der Uni bald wieder losgeht, wo ich nach bestandenen Prüfungen nun das 3. Semester des Jus- Studiums anpacken werde. Leider bin ich unter meinen Turnkollegen einer der Wenigen, der so gut über die Runden kam. Noch immer beklagen wir bei uns ziemlich viele Verletzte, was die Ausgangslage für den Team-Wettkampf in Rotterdam natürlich nicht gerade ideal macht.
Oberste Priorität hat für mich an diesem intensiven Wochenende, dass ich auch danach gleich gesund bin wie jetzt. Meine Formkurve stimmt und deshalb erhoffe ich mir im Mehrkampf ein gutes Resultat. Zudem möchte ich natürlich auch meinen Ringtitel, den ich nun schon 3 Mal in Folge gewann, verteidigen. Allerdings bleiben in dieser Saison die Hauptziele einerseits die WM und anderseits das Erlernen und Perfektionieren neuer Elemente im Hinblick auf nächstes Jahr. Deshalb werde ich in Egg sicher noch nicht in absoluter Bestform sein und auch noch nicht die allerschwierigsten Übungen zeigen.
Am Freitag und auch am Samstag beginnt der Wettkampf jeweils um 18.30. Am Sonntag starten die Finals um 11.00. Mehr Infos zu den Wettkämpfen gibt es unter www.stv-fsg.ch und www.tvegg.ch. Es würde mich freuen, wenn möglichst viele Fans den Weg nach Egg finden würden um mich lautstark zu unterstützen.
See you in Egg und ganz en liebe Gruess
Mark
Im Dienste als Söldner
Bereits am Sonntag- Morgen kehrte ich aus Moskau zurück, wo ich am Weltcup- Turnier im Einsatz stand. Aufgrund der Zeitverschiebung war ich bereits um etwa 9 Uhr wieder in der Schweiz. Mit meiner Leistung war ich, obwohl ich keinen Final erreichte, nicht komplett unglücklich. Sowohl am Pferd wie auch den Ringen turnte ich meine Übungen mit Kampf aber ohne Sturz durch. Ausgerechnet an diesen beiden Geräten war die Konkurrenz sehr stark und man hätte ohne zu Übertreiben auch von einem kleinen WM-Final sprechen können. Im Nachhinein war es schade, dass ich am Barren nicht antrat, da mir dort eine durchaus turnbare Note für einen Finaleinzug gereicht hätte.
Schon morgen geht es wieder weiter mit dem nächsten Einsatz. Ich wurde kurzfristig von einer französischen Mannschaft angefragt, ob ich am Freitag einen 6- Kampf im Rahmen der französischen Mannschaftsmeisterschaft für sie bestreiten könnte. Ich bin nun offiziell ein Mitglied von Schiltigheim, dass in der Nähe von Strasbourg liegt. Meine Mannschaft ist in der 2. Liga und strebt mit allen Mitteln den Aufstieg in die 1. Liga an. In Frankreich ist es gestattet beliebig viele Ausländer im Team zu haben, im Gegensatz zu der Schweiz, wo gar keine Ausländer erlaubt sind. So starte ich in einer Mannschaft, in der lediglich ein Franzose turnt und die anderen 5 Turner aus halb Europa kommen. Neben mir stehen 2 Rumänen, ein Tscheche und ein Österreicher auf dem Wettkampfplatz. Alle kenne ich von gemeinsamen Trainingslagern oder von Wettkämpfen her. Fabian Leimlehner, der Österreicher, ist eigentlich sogar Schweizer, aber startet seit einigen Jahren für unser Nachbarland. Ihn kenne ich natürlich schon aus unserer gemeinsamen Nachwuchskader- Zeit, die nun auch schon mindestens 12 Jahre zurück liegt. Er wird auch mit mir zusammen im Auto nach Albertville fahren, wo der Wettkampf im Olympia- Stadion von 92 ausgetragen wird.
Ich hoffe, dass ich meinen Beitrag in dieser starken Mannschaft leisten werde und wir den Aufstieg für Schiltigheim Tatsache werden lassen.
À bientôt und en liebe Gruess
Mark
Zürcher Kunstturnertage
Letzten Samstag tunte ich am Zürcher-Kunstturnertag in Neftenbach. Vor dem Wettkampf stellte ich fest, dass dies mein 1. kantonaler Kunstturnertag seit 4 Jahren sein wird – lange Zeit wars also her… Obwohl man die Vorbereitung als ziemlich improvisiert bezeichnen könnte, fühlte ich mich gut gerüstet für einen 6- Kampf. Ich verzichtete auf Experimente und turnte eher leichte Übungen. Am Pferd konnte ich nach einer sehr sauberen Übung beim Ausgang einen Sturz knapp vermeiden. Alle anderen Geräten gelangen mir gut. Mein persönliches Highlight war der Pferdsprung. Der Roche ( Überschlag Doppelsalto vorwärts ) zimmerte ich in den perfekten Stand. Die Kampfrichter konnten mir lediglich 3 Zehntel abziehen und es resultierte mit 16.30 eine meiner bis Dato höchsten Noten überhaupt. Entsprechend zufrieden war ich mit meiner Leistung nach dem Wettkampf und natürlich freute es mich besonders, dass ich auch den Mehrkampf gewinnen konnte. Obwohl es “nur” ein Kunstturnertag ist, hat gerade der Sieg am Zürcher einen gewissen Prestigewert, da es in der Regel der am stärksten besetzte nationale Anlass nach den Schweizermeisterschaften ist.
Zeit zum Ausruhen bleibt allerdings gar keine. Bereits morgen fliege ich nach Moskau, um am Weltcup – Turnier zu turnen. Die Qualifikation findet dann am Freitag statt. Ich werde versuchen, mich am Pferd und an den Ringen im starken Teilnehmerfeld zu behaupten und hoffe, dass ich mit ein wenig Wettkampfglück auch am Samstag in einem Gerätefinale vertreten sein werde. Neben dem Wettkampf werde ich hoffentlich auch etwas von dieser beeindruckenden Stadt sehen, in der ich zuvor noch nie gewesen bin und ganz sicher werden die sommerlichen Temperaturen ( 25 Grad und mehr ) noch zusätzlich zu meiner momentan sonst schon sehr guten Laune beitragen
Do svedanja oder einfach auf deutsch, auf Wiedersehen
Mark
Steigerung gelungen
Nach dem nicht zufrieden stellenden Auftritt in der Qualifikation hatten wir bereits am nächsten Tag die Möglichkeit im Teamfinale unsere Sache besser zu machen. Die Auslosung ergab, dass wir am Pferd zusammen mit den Italienern den Wettkampf starten werden. Wir waren heiss auf den Wettkampf und wollten zeigen, dass wir am Vortag deutlich unter Wert geschlagen wurden. Leider musste unser Startturner Roman Gisi das Gerät verlassen, womit für mich der Druck als 2. nicht weniger wurde, da auch wieder im Modus 5-3-3 geturnt wurde und es somit wiederum kein Streichresultat gab. Meine Übung gelang mir noch besser als am Vortag und ich erhielt diesmal auch über 14.0 Punkte. Ich war froh, dass mir der Start so gut gelang und wollte den Schwung gleich an die Ringe mitnehmen, wo ich meinen nächsten Einsatz hatte. Auch hier gelang mir die Übung besser und im Gegensatz zum Vortag wurden mir vom Kampfgericht auch alle Teile anerkannt. Nach diesen 2 Geräten hatte ich nun bis zum Abschlussgerät Boden Pause. Ich entschied mich, nicht zurück in die Einturnhalle zu gehen, sondern meine Teamkollegen bei ihren Übungen anzufeuern. Es zeichnete sich im Laufe des Wettkampfs ab, dass wir trotz Fehlern nicht weit vom Podest waren. Unser Ziel war der 5. Platz, aber wir Athleten liebäugelten insgeheim mit einem Rang auf dem Treppchen. Als wir zu unserem letzten Gerät dem Boden wechselten, lagen wir auf dem 5. Platz. Unsere direkten Gegner waren Spanien und Frankreich. Wir wussten, dass wir unsere Übungen hinstellen mussten und dann allenfalls von Fehlern dieser 2 Nationen profitieren können. Meine Kollegen und ich turnten ohne Fehler und konnten nun entspannt zuschauen, was die Anderen turnten. Sowohl die Spanier als auch die Franzosen behielten die Nerven und wir blieben auf dem 5. Rang. Es gelang uns Italien und Rumänien hinter uns zu lassen, die am Vortag noch vor uns klassiert waren.
Unser Wettkampf war trotz einiger Fehler wesentlich besser als am Freitag und mit dem 5. Rang konnten wir auch unser Minimalziel erreichen. Mit einem fehlerlosen Wettkampf wäre der 3. Rang möglich gewesen, aber im Wettkampf gibt es nun mal Fehler. Natürlich streben wir die Perfektion, sprich keine Fehler, an. Doch ein Wettkampf beinhaltet immer eine gewisse Unberechenbarkeit, die nicht trainiert werden kann.
Bei meinen 6 Darbietungen, die ich an diesen 2. Wettkampftagen turnte, unterlief mir kein grober Fehler und ich konnte meine Trainingsleistungen auch umsetzen. Obwohl ich noch immer nicht so gut turne wie vor meiner Verletzungspause, bin ich zufrieden, dass ich bei meiner Rückkehr an einen Grossanlass nach 2 Jahren Unterbruch, mit meinen Übungen zu diesem guten Resultat den erwarteten Beitrag leisten konnte.
Nach der Rückreise gab es keine wirkliche Pause. Bereits am Mittwoch stand ich wieder in der Halle. Am Samstag in einer Woche habe ich an den Zürcher- Kunstturnertagen den nächsten Einsatz und werde auch wieder einen 6-Kampf turnen. Die nächsten Wochen werde ich neben dem täglichen Training auch wieder vermehrt an die Uni gehen, da ich im Juni ein 1. Mal Prüfungen habe und es noch einiges zu tun gibt, um diese auch erfolgreich zu absolvieren…
Ich wünsche ein schönes Wochenende.
Liebe Grüsse
Mark
Qualifikation in Birmingham
Nach einer etwas langen, aber dennoch relativ angenehmen Busreise (knapp 20 Stunden), kam unsere Delegation in Birmingham mitten in der Nacht von Samstag auf Sonntag an. In den folgenden Tagen ging es darum, uns optimal auf den Wettkampf einzustellen und auch ein gutes Feeling an den sonst eher selten beturnten Geräten der Marke Continental zu bekommen. Am Mittwoch ging es im Podiumstraining(einziges Training in der Wettkampfhalle) ein erstes Mal richtig zur Sache. Ich genoss das Gefühl wieder einmal auf einem Podium zu turnen und konnte all meine Übungen ohne Fehler absolvieren. Natürlich gab es noch einige Sachen, die ich besser hätte machen können, aber im Podiumstraining geht es primär darum, sich mit der ganzen Umgebung anzufreunden und in den 12,5 Minuten, die an jedem Gerät zur Verfügung stehen, auch so viel wie möglich ran zu gehen.
Aufgrund der Vulkanaschewolke fehlten vor allem zu Beginn der Woche viele Nationen. Mit jedem Tag kamen jedoch frisch- angereiste dazu und über die Nichtanwesenden kursierten zum Teil ziemlich wilde Gerüchte. Wir versuchten uns so wenig wie möglich ablenken zu lassen und uns einzig und allein auf unsere Sachen zu konzentrieren.
Heute Freitag galt es dann richtig ernst. Um 14.00 starteten wir am Barren. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir, dass Weissrussland, Ukraine und auch Titelkandidat Nummer 1 Russland nicht am Start sein werden. Ich hatte am Barren zwar keinen eigentlichen Einsatz, aber war trotzdem recht in Action, da ich meine Kollegen beim Vorbereiten so gut wie möglich unterstützte. Als unsere Mannschaft am Reck war, zog ich mich in die Einturnhalle zurück, um mich nochmals an den Geräten aufzuwärmen. Meinen richtigen Auftakt hatte ich dann am Boden. Ich konnte meine Übung zwar ohne Fehler durchbringen, hatte aber teilweise grössere Probleme, was sich auch in der Note niederschlug. Da wir zu diesem Zeitpunkt schon einige Fehler zu beklagen hatten, konnten wir uns trotz der Abwesenheiten einiger starken Konkurrenten nicht mehr all zu viel erlauben, um den 8. Rang nicht doch noch zu verpassen. Leider stürzte unser Startturner Roman am Pferd und ich musste nun als 2er ans Gerät. Meine Übung gelang mir recht ansprechend, obwohl hier die Note auch nicht wirklich hoch ausfiel. Wir wurden im Vorfeld bereits auf die strenge Taxierung hingewiesen, dennoch ist es gewöhnungsbedürtfig für eine gute Leistung nicht einmal die 14-er Marke zu knacken…
An den Ringen hatte ich meinen letzten Einsatz des Tages. Alle Kraftelemente gaben keinen Anlass zur Diskussion, da ich sie über 2 Sekunden hielt. Hingegen wurde mir ein Schwungteil nicht anerkannt, was wiederum zu einer unerwartet tiefen Ausgangsnote führte. Am Sprung musste ich mich nun mit Daumen drücken für meine Kollegen begnügen. Da wir noch immer mit Nationen im Kampf waren, mit denen wir eigentlich nicht rechneten, musste auch jeder der 3 Sprünge klappen. Zu unser aller Erleichterung stellten Roman, Claudio und auch Niki ihre Sprünge sauber hin. Nach 2 von 3 Subdivisionen belegten wir den 4. Rang. In der letzten Abteilung folgen nur noch 3 wirkliche Gegner und wir sollten somit in der Endabrechnung den 7. Platz belegen und die Möglichkeit bekommen, bereits morgen unsere Sache im Teamfinal besser zu machen.